Solidarisches Protestcamp

Anfang Mai 2015 haben Unterstützer*innen der Geflüchteten aus der Notunterkunft Wartburgschule ein solidarisches Protestcamp auf der anderen Straßenseite (Von-Esmarch-Str./Röntgenstr.) errichtet, um auf die untragbare Situation aufmerksam zu machen:

Die Erstaufnahmeeinrichtung Wartburgschule war kurzerhand in ein Abschiebezentrum umfunktioniert worden!

Mit dem Protestcamp sollte ein Zeichen gegen die drohende Abschiebung der geflüchteten Menschen zurück in den Kosovo gesetzt werden und gleichzeitig direkte Unterstützung vor Ort ermöglicht werden.

In den folgenden Wochen wurde das solidarische Protestcamp zu einer zentralen Anlaufstelle für alle, die sich für ein Bleiberecht der zu diesem Zeitpunkt noch verbliebenen 66 kosovarischen Geflüchteten einsetzten.
Aktionen und Demonstrationen wurden geplant. Gemeinsam mit den Bewohner*innen der Wartburgschule fanden ein Kinderfest, Grillen und traditionell kosovarisches Kochen statt. Für viele wurde das Camp zum Ort der Vernetzung, des Austauschs, des Miteinanders.

# Eindrücke aus dem Camp

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Eine Chronik der verschiedenen Aktionen, Demonstrationen und Veranstaltungen rund um das solidarische Protestcamp ist unter Demos & Aktionen zu finden.

Im Anschluss an den Umzug der (nach der unangekündigten nächtlichen Massenabschiebung von 3 Familien!) verbliebenen 46 Geflüchteten konnten die Zelte am 28.05. eingepackt werden.

Danke an alle Menschen, die das Camp und damit die Unterstützung der ehemaligen Bewohner*innen der Wartburgschule in den vergangenen Wochen durch Zeit, Zuspruch, Nahrungsmittelspenden, Solidaritätserklärung und Berichterstattung ermöglicht haben!

Unser Kampf ist noch nicht gewonnen: Gegen Abschiebungen aus Münster! Bleiberecht für die Geflüchteten aus dem Kosovo!

Das Camp geht, die Forderungen bleiben!

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