Flashmob Hamburger Tunnel

Wer nicht ertrinkt wird weggesperrt! Zum Video [youtube].

Unbenannt Unter dem Motto „Wer nicht ertrinkt wird weggesperrt“, organisierte und führte das Bündnis gegen Abschiebungen Münster am Freitag, 03.07. einen Flashmob im Hamburger Tunnel neben Münsters Hauptbahnhof durch. Menschen lagen als Tote unter weißen Tüchern auf dem Boden. Andere saßen gefesselt auf Stühlen als Symbol der Gefangenschaft. Während der Aktion wurden Flyer verteilt, die über die rassistische Asylrechtsverschärfung aufklären sollten.

Am 2. Juli 2015 wurde mit Stimmen aus den Bundestagsfraktionen der CDU/CSU und der SPD dieses Gesetz verabschiedet. Es beinhaltet neben den Vorteilen die nur einen kleinen Teil der Geflüchteten betreffen, eklatante Einschnitte in die Rechte von vielen. Unter anderem die massive Ausweitung der Gründe zur Abschiebehaft, auch genannt „Ausreisegewahrsam“. Dieses kann nun ohne Vorliegen eines nachvollziehbaren Haftgrundes verhängt werden. Wenn Menschen eine hohe Summe für ihre Flucht bezahlt haben, dann droht ihnen Gefängnis, oder sie durch andere EU-Staaten nach Deutschland gekommen sind, können sie bis zu 18 Monate inhaftiert werden. Wer es also schafft den Fluchtweg zu überleben, in Deutschland ankommt und sich endlich in Sicherheit wähnt, den oder die müssen wir nun leider enttäuschen.

DSC_0018 Für uns ist dies eine menschenverachtende Politik, die weder mit dem Grundgesetz noch mit den europäischen Normen vereinbar ist. Darauf wollen wir aufmerksam machen.

Wir fordern:
Die sofortige Rücknahme des inhumanen Gesetzes!
Ein Bleiberecht für alle Geflüchteten!
Legale und sichere Fluchtwege nach Deutschland!

Flucht ist kein Verbrechen!

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