Demonstration Seebrück

Am 28.07. findet ab 12 Uhr am Hafenplatz vor dem Gebäude der Stadtwerke unter dem Motto „Seebrücke statt Seehofer“ statt.
Wir als Bündnis gegen Abschiebungen unterstützen dies und solidarisieren uns mit allen Seenotretter*innen und ihren Unterstützer*innen.
Seenotrettung ist kein Verbrechen!
Bleiberecht für alle!
Facebookveranstaltung

Aufruf:
.english below.

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SEENOTRETTUNG IST KEIN VERBRECHEN
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Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung der Festung Europa weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und widerwärtig. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Statt dass die Grenzen dicht gemacht werden, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte, und sichere Häfen.

Es wäre die Pflicht der europäischen Staaten, die Menschen zu retten, die in Seenot geraten. Jedoch verhindern nur die Schiffe zivilgesellschaftlicher Organisationen, dass noch mehr Menschen als ohnehin schon auf dem Mittelmeer sterben.

In diesen Minuten, Stunden, und Tagen laufen weiterhin Boote aus den Häfen Libyens aus und die Menschen darauf werden keine Hilfe erhalten, denn aufgrund der angespannten politischen Situation ist kein einziges Rettungsschiff mehr auf dem Mittelmeer. Der Kapitän der „Lifeline“ wurde in Malta vor Gericht gestellt.

Das heißt: Derzeit sterben hunderte Menschen auf dem Weg nach Europa. Bereits im Juli sind 147 Menschen auf dem Mittelmeer gestorben. Das ist eine unfassbare humanitäre Katastrophe, die verhindert werden muss.

Doch statt die Solidarität innerhalb der Bevölkerung anzuerkennen, versucht Seehofer immer weiter Seenotrettung zu kriminalisieren.
Sein Plan ist es, dass keine Schiffe mehr auslaufen können. Wir wollen genau das Gegenteil:

Nicht weniger Rettung, sondern viel, viel mehr!

Dabei wissen wir, dass es am Ende darum geht Verhältnisse zu schaffen, in denen kein Mensch fliehen muss, in denen jede Person sich frei bewegen kann und in denen Seenotrettung nicht nötig ist.

Die Seebrücke ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft.
Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und fordern von der deutschen und europäischen Politik sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind.

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SEA RESCUE IS NOT A CRIME
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Letting people die on the Mediterranean for the only purpose of further closing borders of Fortress Europe is intolerable and disgusting. Migration is and always has been a part of our society! Instead of closing borders we need an open Europe, solidarity-based cities, and safe harbours.

It is the duty of States to rescue people encountering distress at sea. Since the States of Europe are failing their duty, ships from non-governmental organisations are the only ones who prevent the death of even more people on the Mediterranean.

Right now, in these minutes, hours, and days, boats are leaving Libya. The people on the boats will not be rescued in case of distress, because not a single rescue ship is able to operate on the Mediterranean Sea due to the tense political situation.The captain of the „Lifeline“ is on trial in Malta.

That means: Right now hundreds of people are dying on their way to Europe. By now 147 people have died in July. This is an incredible humanitarian desaster, which must be prevented.

Instead of recognizing the solidarity amongst the population, Seehofer is trying to further criminalize the humanitarian act of sea rescue. His plan is to prevent rescue ships from proceeding to sea. We want the exact opposite:

We demand even more sea rescue!

We know that our aim must be to create conditions under which no one has to escape anymore. We strive for the freedom of movement for each and everyone. Sea rescue should be unnecessary.

SEEBRÜCKE is an international movement that includes various groups and people from the civil society. We declare ourselves to be in solidarity with all refugees and we demand the German and European politicians to grant safe escape routes, to de-criminalize sea rescue and to ensure a dignified reception of all the people that had to flee or are still fleeing.

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