Nachholtermin für „Alltäglicher Ausnahmezustand“ und Workshop

Die Lesung „Alltäglicher Ausnahmezustand“, die von uns und dem AK Zu Recht während der Wochen gegen Rassismus krankheitsbedingt ausfallen musste wird nun am 15.06.2018 um 18 Uhr im SpecOps nachgeholt.

Während der Wochen gegen Rassismus gab es viel Kritik an der Veranstaltung.
Uns hat dies jedoch gezeigt, dass es wichtig ist, das Thema racial profiling in die Öffentlichkeit zu tragen.

Daher haben wir uns entschieden neben der Lesung auch einen Workshop zum Umgang mit rassitischen Polizeikontrollen zu organisieren, zudem eine Anmeldung erforderlich ist.

Im folgenden die Ankündigungstexte für die beiden Veranstaltungen


Lesung 15.06.

Über alltäglichen Rassismus sprechen statt ihn zu ignorieren.

Im Rahmen der Münsteraner Wochen gegen Rassismus wollten wir gemeinsam mit Münsteraner Bürger*innen einer Lesung aus dem Buch „Alltäglicher Ausnahmezustand – Institutionalisierter Rassismus in deutschen Strafverfolgungsbehörden“ zuhören und anschließend über das Thema „Racial Profiling“ diskutieren.

DIE VERANSTALTUNG MUSSTE AUS GESUNDHEITLICHEN GRÜNDEN LEIDER ABGESAGT WERDEN UND WIRD NUN NACHGEHOLT.

Polizeikontrollen müssen durch tatsächliche Verdachtsmomente begründet sein, das fordern demokratisch legitimierte Regeln und die Rechtsprechung der deutschen und europäischen Justiz. Aber wie ist damit umzugehen, dass oft rassistische Kriterien in der Kontrollpraxis eine Rolle spielen? Wie kommt es dazu? Was macht „Racial Profiling“ mit den Betroffenen?

Nur durch eine öffentliche Debatte sehen wir als Veranstalter*innen die Möglichkeit, dass jede*r Einzelne eigene rassistische Denk- und Verhaltensmuster kritisch hinterfragt und damit über Rassismus in individueller, aber auch institutionalisierter Form sprechen kann.

Das Buch „Alltäglicher Ausnahmezustand“ wurde von der Kampagne für Opfer von rassistischer Polizeigewalt (KOP) herausgegeben. Die Gruppe befasst sich unter anderem konkret mit der Polizeipraxis des „Racial Profiling“, der Dokumentation und Aufklärung rassistischer Polizeiangriffe und -übergriffe sowie der Begleitung der Opfer und der Vermittlung zu Beratungsstellen.
Im Rahmen der Veranstaltung dürfen wir als Diskussionsteilnehmer Biplab Basu von KOP aus Berlin begrüßen.

Die Lesung und Diskussionsveranstaltung soll die Möglichkeit bieten, das Augenmerk auch auf die Situation und den Umgang mit der Thematik in der Stadt Münster zu richten.

An diesem Abend wird es die Möglichkeit einer Übersetzung in englischer, französischer und arabischer Sprache geben.

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Workshop 23.06.

Kennst Du das? Im Zug oder am Bahnhof, im Park oder mitten in der Stadt – die Polizei kontrolliert nicht-weiße Menschen. Oder Du siehst wie PolizistInnen Menschen schlagen, fesseln und mitnehmen. Du denkst, dass irgendetwas nicht stimmt und Rassismus eine Rolle spielt. Aber vielleicht hat die Kontrolle einen Grund? Vielleicht gab es etwas, was Du nicht mitbekommen hast. Oder vielleicht ist es eine typische „racial profiling“-Situation. Du möchtest eingreifen … aber wie? Du bist unsicher, ob und wie in dieser Situation eingegriffen werden kann. Oder du hast Angst, was passieren kann, wenn du dich mit der Polizei anlegst: Schläge? Verhaftung? Anzeige gegen Dich?
In diesem Workshop thematisieren wir das System rassistischer Polizeigewalt und den alltäglichen Ausnahmezustand für die Betroffenen. Ausgehend von ihren Perspektiven entwickeln wir gemeinsam Schritte praktischer Solidarität.

Gemeinsam mit KOP Kiel wollen wir uns Zeit nehmen um Handlungsstrategien zu entwickeln.

Eine Anmeldung zum Workshop ist erforderlich. Bitte mailt an akzurecht@riseup.net

 

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