Aktion nach Abschiebung

Aktion nach AbschiebungNachdem am Mittwoch, den 22.06. mehrere Menschen aus der Friedrich-Ebert-Straße abgeschoben wurden (kurzer Bericht), versammelten sich am Donnerstag (23.06.) mehrere Menschen vor der Ausländerbehörde. Mit Bannern und Kreideschriften auf dem Boden machten sie die Stadtbevölkerung auf die menschenverachtenden Praxis, die auch in Münster durchgeführt wird.

Einige Menschen gaben uns positives Feedback. Neben Gesprächen hupten einige Autofahrer*innen während der Fahrt durch den Ludgerikreisel und zeigten uns durch Gesten ihrer Zustimmung.

 

 

Abschiebung aus Friedrich-Ebert-Straße

Abschiebung 22-06-16Heute Morgen, den 22.06.2016, fand um 6:00 Uhr in der Unterkunft an der
Friedrich-Ebert-Str. eine Abschiebung statt.
Menschen mussten in zwei Kleinbusse mussten steigen, die  von mehreren
Polizeifahrzeugen begleitet wurden.

Wir als Bündnis gegen Abschiebungen verurteilen die Abschiebepraxis, da sie
traumatisierend für die Betroffenen ist und ein massiver Eingriff in die
Selbstbestimmungsrechte von Menschen darstellt, die als Geflüchtete in
Deutschland nach einer Zukunftsperspektive suchen.
Marvin Käufer vom Bündnis gegen Abschiebungen kommentiert dies
folgendermaßen: „Wir fordern die Ausländerbehörde der Stadt Münster und das
BAMF auf, die Spielräume zu nutzen, die die derzeitige Rechtslage trotz
aller Verschärfung offen lässt.“
Mittlerweile agieren selbst die umliegenden Landkreise progressiver als die
Münsteraner Behörden. „Aus unserer Perspektive trägt ein Durchgreifen der
Behörde wie heute Morgen dazu bei, dass die Stimmung gegen Geflüchtete
kippt und rassistische Brandanschläge auf Unterkünfte wie in Hiltrup
traurige Realität geworden sind“, so Marvin Käufer.

Menschenkette – Hand in Hand gegen Rassismus!

In Münster findet am Samstag den 18. Juni um 17 Uhr eine Menschenkette gegen Rassismus statt.

Die von Amnesty International ins Leben gerufene und von vielen Verbänden unterstützte Aktion soll nach den rassistischen Brandanschlägen ein „starkes Zeichen von Menschlichkeit und Toleranz“ setzen. Unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus“ soll sich an fünf verschiedenen Standorten getoffen werden um die ca. 1km lange Strecke zu schließen.

Wir sind der Meinung, dass es wichtig ist, die Problematik des Rassismusses in die Stadt zu tragen!

mehr Infos im WN-Artikel, sowie bei der Facebook-Veranstaltung

Stellungnahme zu den Vorwürfen rund um den Protest von geflüchteten Menschen an der York Kaserne

Statement concerning the accusations around the protest at Yorkkaserne

***ENGLISH BELOW***

Dutzende Geflüchtete protestierten am Dienstag (31.05.) und Mittwoch (01.06.) in Gremmendorf vor der ehemaligen York Kaserne, um eine Bearbeitung ihrer Asylanträge zu erreichen. Auf Wunsch der Protestierenden solidarisierten sich Einzelpersonen – die zum Teil im Bündnis gegen Abschiebungen aktiv sind – und begleiteten den Protest über den gesamten Zeitraum.
Darauf folgende Vorwürfe diffamieren das Bündnis gegen Abschiebungen, entmündigen jedoch in aller erster Linie die Protestierenden der Lützowkaserne.

Quasi über Nacht sehen wir uns mit Vorwürfen der Sprecherin der Flüchtlingshilfe Münster Ost und des CDU Politikers Richard M. Halberstadt konfrontiert. „Trittbrettfahrer“, „Politische Indoktrination“ und „Aufrufen zum Hungerstreik“ heißen die Vorwürfe, die wir nicht unkommentiert stehen lassen können. Um die Situation und den Rahmen dieses Statements auch für diejenigen verständlich zu machen, die an den beiden Tagen nur kurz, zeitweise oder gar nicht anwesend waren, soll an dieser Stelle nicht nur eine Klarstellung der Vorwürfe erfolgen, sondern auch der Verlauf des Protests skizziert werden. Bei Rückfragen könnt ihr euch gerne an die Kontaktadresse des Bündnisses wenden.

Unsere Informationen für dieses Statement beziehen wir aus Berichten von Einzelpersonen, die am Dienstag und Mittwoch anwesend waren und aus eigener Beobachtung. Zur Einordnung: den anwesenden Personen mit europäischem Pass und gültigem Aufenthaltsstatus war es außerordentlich wichtig sich mit dem politischen Protest und dessen Forderungen zu solidarisieren – dies bedeutet auch, dass zu keinem Zeitpunkt Handlungsempfehlungen, politische Positionen oder gar Protestformen vorgegeben wurden. Es wurde gemeinsam gebrainstormt und nach Erfahrungen unsererseits gefragt. Dabei wurde vor allem über eine angemeldete Demonstration durch die Innenstadt Münsters oder eben das Protestcamp gesprochen. Ein Hungerstreik wurde zu keinem Zeitpunkt von einer der anwesenden solidarischen Personen in die Diskussion eingebracht. Darüber hinaus wurden über die Internetkanäle des Bündnisses nur die Informationen geteilt, die die Protestierenden selbst veröffentlichen wollten.

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Hungerstreik und Protest vor BAMF an der Yorkkaserne

_DSC0074 Seit gestern morgen, 31.05., demonstrieren geflüchtete Menschen in Gremmendorf vor der Yorkkaserne, der neuen Außenstelle des BAMF. Der Protest sollte erst heute Nacht um Mitternacht enden, wurde nun aber bis mindestens morgen verlängert.

Sie fordern, nach teilweise mehr als einem Jahr Aufenthalt in Deutschland, endlich Termin für ihre Interviews zu bekommen. Nach einem langen Gespräch mit einer Mitarbeiterin des BAMFs, welche keine Termine in Aussicht stellen konnte, haben sich die Menschen heute Nachmittag dazu entschlossen, in den Hungerstreik zu treten.

„Wir haben diese Demonstration begonnen, da wir nun schon so lange Zeit hier sind. Unsere Anträge müssen bearbeitet werden, damit wir Deutschkurse besuchen, zur Schule oder zur Universität gehen oder eine Arbeit finden können.“

„We’re tired of waiting for nothing. We hope that people in Münster stand with us to do an effect on th BAMF. We now german governments gives us houses and food and we thank them for this but it’s not enough for starting a new life. We cant’t go to school without ID and we have family in other places. We have to bring them here!“

Für heute Abend/Nacht werden noch dringend Zelte, Isomatten und Schlafsäcke gebraucht, da geplant wird, das Protestcamp über Nacht aufrechtzuhalten. Allerdings ist der Boden vor der Yorkkaserne asphaltiert, sodass Zelte/Pavillions auch ohne Heringe stehen müssten (Wurfzelte o.ä.).

25.05. Internationalistisches Fest

Internationalistisches FestHerzliche Einladung zum Internationalistischen Fest am *25. Mai in der
Baracke! *Münsters internationalistische Gruppen laden ein zum Feiern und
Kennenlernen, bei Livemusik, intergalaktischem Essen und veganen Snacks.

Ab 19 Uhr gibt es gutes Essen, Getränke und Infotische rund um die Baracke.

Um 20 Uhr findet das Barackengespräch mit den vorbereitenden Gruppen statt,
zum Thema Solidarität und Autonomie.

Und ab 21 Uhr gibt es Livemusik mit Karibuni und den Urban Turbans, danach
kann bis spät in die Nacht weitergefeiert und getanzt werden.

Gemeinsam mit euch allen wollen wir diskutieren und feiern. Wir verstehen
uns als Teil internationalistischer Kämpfe für eine andere Welt.

Für uns gibt es heute mindestens vier gute Gründe, um
internationalistisch aktiv zu sein:

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Veranstaltungen zum Tag der Befreiung

Am 8. Mai, dem Tag der Befreiung gibt es zwei Veranstaltungen des VVN BdA in Münster:

14Uhr: Gedenkveranstaltung am Zwinger
15:30 Uhr: Kulturveranstaltung im Martin-Niemöller-Park

weitere Informationen gibt es hier

130-150 Menschen bei Kundgebung

Kundgebung nach BrandanschlagKundgebung

Am Morgen des 30.04 beteiligten sich bis zu 150 Menschen an einer Kundgebung gegen Rassismus. Die nur zwei Tage nach dem Brandanschlag in Münster-Hiltrup von der Antifaschistischen Linke Münster (ALM) , dem Bündnis“ Keinen Meter den Nazis“ und dem „Bündnis gegen Abschiebungen“ organisierte Veranstaltung fand unter dem Motto „Solidarität statt Hass“ im Hiltruper Stadtzentrum statt.

Auf der Kundgebung wurdIMG_0367en vor einem gemischten Publikum von verschiedenen Gruppen und Organisationen Reden gehalten.

Die Antifaschistische Linke Münster legte da, dass Hiltrup nicht der einzige Ort rechter Gewalttaten ist. Wie in ganz Deutschland häufen sich rassistische Übergriffe auch im Münsterland.

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Redebeitrag bei Kundgebung „Solidarität statt Hass“

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag drangen Unbekannte gewaltsam in die zukünftige Flüchtlingsunterkunft bei den Sportanlagen Süd ein.
Sie zerstörten Fenster und zündeten laut Polizeimitteilung Brandsätze in beiden Etagen.
Mit Glück ist das zum größten Teil aus Holz bestehende Gebäude nicht vollkommen ausgebrannt.

Die Unterkunft war jedoch nicht das eigentliche Ziel der Täter*innen.
Auch wenn der materielle Schaden überschaubar blieb, ist der feige Akt doch von großer symbolischer Wirkung.
Die durchgeführte Tat soll zum Einen unter den geflüchteten Menschen Angst verbreiten. Zum Anderen auch deren Unterstützer*innen und Ehrenamtliche verunsichern und abschrecken.
Die Verbreitung von Angst und Schrecken durch Gewaltaktionen zur Erreichung politischer Ziele findet sich im Duden als Definition von „Terror“ wieder.
Es ist also nicht von der Hand zu weisen, dass es sich bei Anschlägen, wie in Hiltrup um einen Akt rechten Terrorismuses handelt.

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„Solidarität statt Hass!“-Kundgebung

Kundgebung msSamstag, 30.04. 10Uhr Marktallee/ Ecke Moränenstraße in Münster-Hiltrup

Noch unbekannte Täter*innen haben in der Nacht auf Donnerstag den Neubau
einer Flüchtlingsunterkunft in Münster-Hiltrup angezündet. Sie drangen
in das noch leer stehende Gebäude ein und legten an mehreren Stellen
Feuer, das aber nur geringen Schaden verursachte. Die Motivation dieser
Brandstiftung liegt auf der Hand, ein Bekennerschreiben braucht es
nicht: Die Tat war ein rassistischer Anschlag!

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